#DUBISTNICHTALLEIN

YES!CON 2.0

EIN WOCHENENDE UNTER MUTMACHER*INNEN

Die erste digitale Krebs-Convention Deutschlands geht in die zweite Runde

Nun ist es amtlich: Am Wochenende 18./ 19. September 2021 findet in Berlin die nächste YES!CON statt! Mit großer Freude können wir vermelden, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erneut die Schirmherrschaft übernommen hat. Auch viele der namhaften Speaker vom letzten Jahr sind wieder dabei.

Die YES!CON ist der größte Marktplatz für Therapien, Ideen und Lifestyle rund um das Thema Krebs. Zu den Teilnehmern gehörten im vergangenen Jahr Vertreter*innen aus Medizin, Medien, Wirtschaft und Politik, Erkrankte und Angehörige, aber auch Prominente wie Joko Winterscheidt, Tim Mälzer, Axel Prahl, Stefanie Giesinger oder Facebook Europe CEO Nicola Mendelsohn. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig wurde für den offenen Umgang mit ihrer eigenen Erkrankung mit dem ersten YES!AWARD – Ring of Courage ausgezeichnet. Einen guten Eindruck dieser überaus erfolgreichen Convention vermittelt das 7-minütige After-Movie.

Wir arbeiten mit Hochdruck am Programm für die YES!CON 2021 und versorgen Euch hier laufend mit News rund um die Veranstaltung. Erste Themen und Speaker findet Ihr weiter unten. Seid gespannt!

Norman Roßberg, yeswecan!cer Aktivist und Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister

aus dem bUm Kreuzberg

YES!CON 2.0-Was ist NEU?

Nach der furiosen Premiere 2020 findet die YES!CON 2.0 auch in diesem Jahr in Berlin im bUm – Raum für die engagierte Zivilgesellschaft statt. Diesmal mit erweiterten Event- und Programmflächen.

Über 100 Speaker, hochkarätige Programmteilnehmer und spannende Themen, die bewegen. Panels, Hearings, Workshops, Meditationen, Mut- und Mitmachaktionen, Magic Moments.

Alle Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops werden als Videostream kostenlos und barrierefrei über unsere eigene yescon.org Plattform und die Kanäle diverser Kooperationspartner live ins Netz übertragen und sind auch danach in der Mediathek abrufbereit. Eine Akkreditierung ist in diesem Jahr nicht nötig. 

YES!CON 2.0-Die Macher*innen?

YES!CON ist ein Event von yeswecan!cer. Wir sind Deutschlands größte digitale Selbsthilfegruppe, seit 2019 betreiben wir die kostenfreie YES!APP. Von Patienten für Patienten entwickelt, hat sie mittlerweile 12.000 registrierte User. Wir machen uns stark für einen angst- und tabufreien Umgang mit Krebs.

Unsere Mission: Empowerment, Resilienz und Selbstbestimmung, Enttabuisierung, Digitalisierung, Vernetzung stärken. Unsere Message: Du bist nicht allein.

Die yeswecan!cer gGmbH wurde 2018 von Betroffenen für Betroffene gegründet. Sie ist eine gemeinwohlorientierte Organisation, die an Krebs erkrankte Menschen und die Kommunikation von Betroffenen untereinander fördert, zum Zwecke des informellen Austauschs sowie zur Selbsthilfe.

yeswecan-cer.org

Prof. Dr. Jochen Werner
Vorstandsvorsitzender, Ärztlicher Direktor UKE Essen
Dada Peng
Autor und Aktivist
Prof. Dr. Marion Kiechle
Direktorin der Frauenklinik Universitätsklinikum Rechts der Isar der Technischen Universität München
Inhaberin des Lehrstuhls für Gynäkologie
Prof. Dr. David Matusiewicz
Dekan und Institutsleiter FOM Hochschule
Prof. Dr. Dr. h.c. Dietger Niederwieser 
ehem. Leiter der Hämatologie/internistische Onkologie UK Leipzig, Krebsforscher 
Anja Caspary
Musikchefin „radioeins“, Moderatorin, Autorin
Prof. Dr. Martin Glas
Leiter Klinische Neuroonkologie, Vorstandsmitglied Neuroonkologische Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Krebsgesellschaft, Uni Essen
Prof. Dr. Dr. Guido Schumacher
Leiter Chirurgie Klinikum Braunschweig
Prof. Dr. Jalid Sehouli
Direktor Klinik Gynäkologie mit Zentrum Onkologische Chirurgie, Autor
Norman Roßberg
Krebsaktivist, yeswecan!cer-Botschafter
Dr. Jens-Ulrich Rüffer
Vorsitzender der Deutschen Fatigue Gesellschaft e.V.
Julia Josten
Moderatorin
Claudia Biene
Gesundheitswissenschaftlerin und Komplementärmedizinerin
Stefan „Doc“ Schmitz
Art Director
Bianca Nawrath
Schauspielerin & Moderatorin
Dr. Ralf Angermund
medizinischer Direktor Hämatologie u. Solide Tumore „Janssen Deutschland“
Dr. Tobias Korenke
Kommunikationsberater
Karen Abel
Aktivistin
Dr. Adak Pirmorady-Sehouli 
Ärztin Psychosomatik/Psychotherapie, Charité
Daniela Noack 
Moderatorin
Dr. Markus Müschenich
Vorstand Bundesverband „Internetmedizin e. V.“, Gründer „ConceptHealth – Der Berliner Think Tank“
Dr. Negin Karimian
Dermatologin Charité
Dilek Skrabania
Gründerin Selbsthilfegruppe „Jung & Krebs“, yeswecan!cer-Botschafterin, Bloggerin




und viele andere

Eine Krebsdiagnose ist immer schlimm. Doch wenn Kinder zu Patient*innen werden, versetzt das die ganze Familie in einen Ausnahmezustand. Das Leben zeigt sich von seiner unfairsten Seite. Wie bereitet man sein Kind auf die Strapazen einer Krebstherapie vor und überwindet gleichzeitig die eigene Hilflosigkeit?
Deutschland verzeichnet jährlich ca. 1.800 neuerkrankte Krebspatient*innen unter 15 Jahren. Gegen Ende der 1950er-Jahre überlebten weniger als 10 Prozent der betroffenen Kinder. Heutzutage können mehr als 80 Prozent erfolgreich behandelt werden. Trotzdem: Eine Krebserkrankung, insbesondere bei Kindern, ist und bleibt eine Ausnahmesituation, es muss mit therapiebedingten Spät- und Langzeitfolgen gerechnet werden. Angebote der Nachsorge, die eine Rückkehr in den gewohnten Alltag erleichtern sollen, gibt es für die ganze Familie. Auch viele Patient*innen selbst engagieren sich, um anderen Betroffenen zu helfen. In jedem Fall gilt: Kommunikation hilft. Eine Devise, die wir in unserem Panel auf der YES!CON unterstreichen wollen.

Rückstaus bei OPs, verzögerte Therapien und späte Diagnosen: Der Lockdown hat gravierende Folgen für die Versorgung von Krebspatient*innen. Expert*innen sind besorgt, dass es zu einem Anstieg krebsbedingter Todesfälle kommen könnte. Auf der YES!CON machen wir eine Bestandsaufnahme. Mit erschreckenden Zahlen: So betrug in der letzten Märzwoche 2020 der Rückgang beim Mammographie- Screening im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ganze 82,6 Prozent. Ähnlich alarmierend sind die Zahlen bei den Hautkrebs-Screenings (Rückgang von 69,9 Prozent), bei der Früherkennungs-Koloskopie (42,5 Prozent) und bei der Früherkennung von Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter (23,3 Prozent). Die Pandemie hat viele Schwächen unseres Gesundheitssystems offengelegt: rückständige Digitalisierung, zu wenig Vernetzung, zu wenig Pflegekräfte, zu viel Bürokratie. Bei der YES!CON diskutieren Expert*innen, wie medizinische Versorgung in Deutschland neu gedacht werden kann.

Allein in Deutschland leben etwa vier Millionen Menschen, die eine Krebserkrankung erfolgreich überstanden haben. Dank fortschrittlicher und sich ständig weiterentwickelnden Therapie-Methoden sinkt das Rückfallrisiko. Und doch fühlt sich auch das Leben nach dem Krebs nicht an wie das Leben davor. Viele Betroffene haben mit Erschöpfung, Schmerzen, Schlafstörungen, Ängsten und Sorgen, aber auch mit Bewegungseinschränkungen und Erkrankungen des Nervensystems zu kämpfen. Die Liste möglicher physischer und psychischer Folgen ist lang – oft kann der Beruf nicht weiter ausgeübt werden, sodass Existenzängste und finanzielle Probleme zusätzlich die Psyche belasten. 53% der Langzeitüberlebenden berichteten über Gesundheitsprobleme, 49% über nicht-medizinische Probleme. Wie kann die Situation von Betroffenen verbessert werden? Wer fühlt sich für ehemalige Patient*innen verantwortlich? Auf der YES!CON machen wir eine Bestandsaufnahme.

Krebs ist die teuerste Krankheit der Welt. Zu Buche schlagen nicht nur die Kosten für Diagnose und Ther apie, sondern auch Arbeitsausfälle und der frühzeitige Tod von Menschen, die mitten im Arbeitsleben standen. Für die einzelnen Patient*innen führt die Diagnose mitunter in ein finanzielles Desaster. Und was bedeutet sie erst für diejenigen in unserer Gesellschaft, die geringen oder keinen Versicherungsschutz haben? Dass eine Krebsdiagnose, wenn sie denn rechtzeitig gestellt wird, für obdach- und mittellose Menschen noch eine ganz andere Herausforderung darstellt, erklärt sich von selbst. Wie können wir diesen Umstand als Gesellschaft länger verantworten? Auf der YES!CON 2021 diskutieren wir mit Expert*innen und Betroffenen Anforderungen und Möglichkeiten eines faireren Gesundheitssystems.

Bei dem Wort „Palliativ“ denken viele an den Tod – dabei geht es vielmehr darum, schwerstkranken Menschen die verbleibende Lebenszeit zu erleichtern. Auch wenn eine Verbesserung des Gesundheitszustands nicht möglich ist, so kann der Verschlechterung aktiv entgegengewirkt werden. Im Vordergrund steht also die Lebensqualität der Menschen, ihr subjektives Wohlbefinden, ihre Wünsche und Ziele. Manche Palliativpatient*innen leben noch jahrelang und sind berufstätig oder kümmern sich um ihre Familien. Trotzdem löst das Wort „Palliativmedizin“ bei Vielen Angst aus, Betroffene landen nicht selten auf einem Abstellgleis. Wie gelingt es Ärzt*innen, Diagnosen weder zu verharmlosen, noch Erkrankten die überlebenswichtige Hoffnung zu nehmen? Auf der YES!CON 2021 wollen wir uns diesen und anderen Fragen stellen.

Je individueller Therapiemöglichkeiten werden, umso wichtiger ist es, Patient*innen in die Planung einzubeziehen. Damit eine gemeinsame Entscheidungsfindung funktioniert, müssen sich Expert*innen und Betroffene in den Dialog einbringen. Das verlangt beiden Seiten einiges ab. Der Begriff Shared Decision Making ( SDM) beschreibt einen relativ jungen Ansatz, die sich genau dieser Herausforderung stellen will und die Kommunikationsweise zwischen Ärzt*in und Patient*in verbessern soll. Grundlegend hierfür ist eine Begegnung auf Augenhöhe, bei der beispielsweise Therapiemethoden gemeinsam festgelegt und verantwortet werden. Früher hatten Ärzte die alleinige Autorität.

Heute nehmen Patient*innen eine aktivere Rolle ein, was laut Bertelsmann Stiftung von einem Großteil gewünscht wird: 55 Prozent der Befragten gaben an, an der Entscheidungsfindung bei Untersuchungen und Behandlungen teilhaben zu wollen. Doch ist es wirklich von Vorteil, wenn Patient*innen mehr mitentscheiden? Wie sehr stehen festgefahrene Strukturen und Hierarchien jungen Ideen im Weg? Auf der YES!CON 2021 wollen wir herausfinden, ob SDM im Praxis- und Klinik-Alltag angekommen ist und wie Patient*innen und Ärzte darauf reagieren.

Panels werden ständig aktualisiert

Highlights YES!CON 2020

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zählt zu den Unterstützern der YES!CON und eröffnete am 26.9. das Wochenende unter Mutmacher*innen mit einem Grußwort, das uns die Schuhe ausgezogen hat. Wir freuen uns sehr, diesen Gesundheitsminister an unserer Seite zu wissen.

YES!Award für Manuela Schwesig

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, wurde mit dem ersten YES!Award ausgezeichnet.
Der Preis wurde im Rahmen der ersten digitalen Krebs-Convention YES!CON am 26. September im betterplace Umspannwerk in Berlin verliehen.

Schiller „Morgenstund“

Seit Wochen formiert sich DER GRÖSSTE MUTMACHER-CHOR DER WELT – am ersten Abend der YES!CON feiert dieses einzigartige Projekt Premiere!! Christopher von Deylen aka SCHILLER präsentiert das Musikvideo zu seinem Song „Morgenstund“, an dem Betroffene, #Mutmacher und Unterstützer von yeswecan!cer mitgewirkt haben.

Axel Prahl „Du bist nicht allein“

Als krönenden Abschluss für die YES!CON bringt Axel Prahl das Motto der ersten Digitalen Krebs-Convention auf die Bühne: Gemeinsam mit dem Inselorchester singt der Kult-Kommissar „Du bist nicht allein“, eine Cover-Version des Roy Black Klassikers aus dem Jahr 1966, die Axel Prahl 2011 aufgenommen hat. Ein klangvolles Finale für ein Wochenende unter Mutmacher*innen!!

by

Yes We Can!cer

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