Die App vom Arzt

Rezept für die Zukunft?

In den letzten Jahren kam in Deutschland die Digitalisierung des Gesundheitswesens nur langsam voran. Mit dem Inkrafttreten des Digitalen-Versorgungs-Gesetzes (DVG) am 19. Dezember 2019 wurde die „App auf Rezept“ in die Gesundheitsversorgung eingeführt. Damit haben ca. 73 Millionen Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einen Anspruch auf eine Versorgung mit digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA), die von Ärzten und Psychotherapeuten verordnet werden können und durch die Krankenkasse erstattet werden. Die Digitalisierung im deutschen Gesundheitsmarkt wird bald exponentiell wachsen. Die Zulassung der App auf Rezept erteilt das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in einem stark vereinfachten Verfahren. Der medizinische Nutzen und der positive Versorgungseffekt müssen erst nach zwei Jahren mittels einer Studie belegt werden. Seit 2020 ist auch yeswecan!cer Mitglied im Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung, der die Expertise von über 75 Verbänden, Organisationen und Unternehmen aus dem Bereich der digitalen Gesundheitsversorgung (eHealth), bündelt. Darunter auch 40 Anbieter von medizinischen Gesundheits-Apps, 5 speziell zum Thema Krebs. Weltweit gibt es 132.467 Gesundheit-, Fitness- und Medizin-Apps., 123 davon sind Krebs-Apps. Die YES!APP ist übrigens die einzige Krebs-Community-App zur Vernetzung der Krebspatienten untereinander. Medizinische Apps nach dem DGV können Patienten helfen in ihrer medizinischen Versorgung selbst aktiv zu werden: zentrale Verwaltung von Krankenakten, Überwachung der Einnahme von Medikamenten, Kontrolle der eigenen Vitaldaten, Nebenwirkungsmanagement und vieles andere mehr. Darüber hinaus wird auch die Arzt-Patienten-Kommunikation verbessert: Videosprechstunden und optimiertes Monitoring von Krankendaten können für Patienten ein Rezept für die Zukunft sein.